der da vinci code wahrheit oder fiktion

"Es ist komisch, nicht einmal im Traum fuehle ich mich als Mitrailleur Stiller" (Frisch 1992: 174) Dieser Satz zeugt davon, dass Stiller leonardo sogar in oder Traeumen den Gedanken vinci nicht aufgibt von davinci der vinci Wirklichkeit zu other fliehen, ihm vinci aufgezwungene Realitaet loszuwerden und sich selbst ein Fremder zu sein.
In Wirklichkeit aber ist es Stiller, der zu kurze kommt.
Wenn naemlich Stiller science in der Rolle Whites seine Schweizer Herkunft verleugnet, so muss er vinci darauf vinci achten, keine Helvetismen in seine Aufzeichnungen einfliessen zu lassen.
Als Kaempfer hat er in Spanien versagt, wo er als Freiwilliger am Buergerkrieg teilgenommen hat.Der Leser muss sich sein eigenes Bild machen, in dem er sich kritisch und distanziert mit dem Erzaehler und dessen vinci Eigenarten auseinandersetzt.Auf der anderen Seite kann dieses Traumbild auch darauf hindeuten, dass man sein Leben zu wenig selbst in die Hand nimmt, seine Kraefte unterschaetzt und nicht zu kaempfen wagt.Einmal besuchen er und seine Frau das Stillersche Ehepaar im Hotel, dann vergehen anderthalb Jahre bis zu seinem ersten Besuch in Glion.Auf einem Landgut fristet vinci Stiller sein Dasein: verstummt, zurueckgezogen, allein.(Frisch 1992: 9) An Stelle eines Lebensberichtes verfasst er jedoch ein Tagebuch, das neben seinen Erlebnissen im Gefaengnis und einigen wenig glaubhaften Geschichten aus Amerika nichts ueber sein frueheres Leben enthaelt, was in Ich-Form berichtet wuerde.Zwar hat er inzwischen in Sibylle eine Frau kennengelernt, deren heitere, vitamin offene Art ihm eine weniger problemgeladene Beziehung und Bindung leonardo moeglich erscheinen laesst, jedoch ist sein Verhaeltnis zu ihr wiederum durch seine Schuldgefuehle gegenueber Julika belastet, vinci und so wird sein Versagen als Liebender zum weiteren.Hier werden zwei Realitaeten miteinander konfrontiert:einerseits ist es die Wirklichkeit, die mit dem Spanienerlebnis verbunden ist: "Ich hatte vinci einen Auftrag, ich hatte mich sogar darum beworben, ich hatte den Befehl, die Faehre zu bewachen, einen vollkommen klaren Befehl.Frisch unternimmt weiter inspirierende Reisen (ag, Berlin, spaeter auch die USA, Japan trifft unter anderem Berthold Brecht, der ihn sehr beeinflußte und Peter Suhrkamp (Verlag eroeffnete mit Frischs Werk "Tagebuch.In seinen Phantasien will sich Stiller selbst erkunden.Er sieht in dem Traum einen Vermittler zwischen dem Unterbewusstsein und dem Bewusstsein.Noch weigert sich White Stiller zu sein: abermals vergleicht er Zahn um Zahn, wobei sich zeigt, dass Stiller, der verschollene Kunde seines verstrorbenen Onkels, beispielsweise ueber einen tadellosen Achter-oben-rechts verfuegt haben muss; bei vinci mir ist es eine Luecke." (Frisch 1992: 318) Dann spricht er jedoch.Es ist nicht so, wie es Walter Jens als eine Moeglichkeit beschrieben hat, von der der Autor keinen Gebrauch gemacht hat: "Anatol Stiller sitzt an seinem Zellen-Tisch, haelt Rueckschau und konfrontiert die Begebenheiten von heute - davinci Ausgang und Gefaengnisbesuche - leonardo mit den Ereignissen von gestern".So kann man davon traeumen, verbal mit jemandem zu kaempfen, also zu streiten, man kann sich in Handgreiflichkeiten verwickelt sehen, oder man kann von Krieg traeumen.Sprache und Stil werden fuer den Tagebuchschreiber oder von dem Verhaeltnis bestimmt, in dem sich das Dargestellte zu seiner persoenlichen Problematik befindet, er weicht dort, wo die Sprache die unmittelbare Erfahrung nicht ausdrueckt, ins davinci Parabolische aus, sucht sich in Geschichten und Traeumen, in Bildern und.White eine Vergangenheit aufzuzeigen.Wieder Coiffeur (Frisch 1992: 382) oder die Sonne gibt warm (Frisch 1992: 349).Allerdings darf man in dieser Handlung nicht nur eine Auseinandersetzung mit seiner Kunst sehen, er versucht vielmehr ein letztes Mal seine Vergangenheit zu zerschlagen, um von ihr frei zu werden. Der endgueltige literarische Durchbruch gelingt ihm 1954 mit "Stiller".
(Juergensen 1972: 76) Ist der Staatsanwalt wirklich ein allwissender Erzahler?
Je weiter sich Stiller von seinen existenziellen Erfahrungen entfernt, desto leichter findet er Worte.




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